Ludus Danielis
In Köln ist eine moderne Interpretation des mittelalterlichen Dramas um den jüdischen Traumdeuter und Seher Daniel im babylonischen Exil zu sehen.
„Ludus Danielis“ ist ein mittelalterliches Drama um den jüdischen Traumdeuter und Seher Daniel im babylonischen Exil – aus christlicher Sicht. Ars Choralis Coeln zeigt nun in Köln, was passiert, wenn der jüdischer Theatermacher Adrian Schvarzstein und Chasan Jalda Rebling das Stück neu interpretieren und mit jüdischen Piyyutim, Gegenwartstexten und Klezmermusik ergänzen.
TaNaCh (תנ״ך) und das „Alte Testament“ der christlichen Überlieferung stehen im Spannungsverhältnis zueinander. Die Interpretationsmacht der christlichen Mehrheitsgesellschaft prägt die Sichtweisen auf die Erzählungen im TaNaCh bis heute. Die Neuinterpretation setzt dazu ein Gegengewicht.
