Sonderthemenjahr „Jüdisches Leben“ bei der VHS Traunstein

Die VHS Traunstein lockt im Rahmen des Themenjahrs "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" mit einem vielfältigen Angebot.

Im Rahmen der beliebten Reihe des Studium Generale und Regionale wird im Jahr 2021 das Sonderprojekt „Jüdisches Leben 1700 Jahre“ angeboten. Es werden verschiedene Sonderveranstaltungen zu Themen rund um  jüdisches Leben in Deutschland angeboten – darunter literarische, geschichtliche und kunstgeschichtliche Vorträge, Exkursionen in die nähere Umgebung, Kochkurse mit jüdischen Speisen sowie eine bebilderte Ausstellung in Kooperation mit dem Heimathaus Traunstein.

Bildunterschrift: Sonderthemenjahr jüdisches Leben in DeutschlandFoto: VHS Traunstein e. V.
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Veranstalter

Volkshochschule Traunstein e. V.
Stadtplatz 38a
83278 Traunstein
Deutschland
Telefonnummer Zentrale: +49-(0)861-90 97 16 60
Telefonnummer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: +49-(0)861-90 97 16 60
Faxnummer: +49-(0)861-909 71 66 10
E-Mail-Adresse: info@vhs-traunstein.de

Veranstaltungen

15.06.2021 | 19.30 bis 21 Uhr
Dialog | Vortrag

Max Liebermann (1847–1935) wurde als Sohn eines Industriellen in eine liberale großbürgerliche jüdische Familie in Berlin geboren. Er gilt international als der berühmteste Vertreter des deutschen Impressionismus und löste mit seinem „Christus im Tempel“ den größten Kunstskandal der Bismarck-Ära aus, wodurch er zur Zielscheibe der Antisemiten wurde.

Als Präsident der Berliner Secession erfuhr Liebermann seitens der konservativen sowie völkischen Kunstkritik heftige Anfeindungen und erlebte nach der „Machtergreifung“ die antijüdischen Repressalien des NS-Regimes.

Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein
EG, Raum 0.07
Herzog-Friedrich-Straße 6a
83278 Traunstein
Bayern
Deutschland
Info/Tickets: Eintritt: 10 EUR. Bitte melden Sie sich für diesen Vortrag an, keine Abendkasse.
Telefonische Ticketbestellung: +49-(0)861-90 97 16 60
29.06.2021 | 19.30 bis 21 Uhr
Dialog | Vortrag

Der Philosoph und Psychoanalytiker Erich Fromm (1900–1980) entstammte einem streng gläubigen jüdischen Elternhaus in Frankfurt. Als wichtiges Mitglied des berühmten Frankfurter Instituts für Sozialforschung, der später weltberühmten „Frankfurter Schule“, musste er emigrieren.

Fromm war Humanist, stellte die Frage nach der Existenz und Situation des modernen Menschen. Zudem untersuchte er das „Autoritäre“ und setzte sich mit der Friedensfrage auseinander. Wie auch Adorno und Horkheimer sah er die gesellschaftlichen Entwicklungen infolge eines sich radikalisierenden Kapitalismus kritisch.

Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein
EG, Raum 0.07
Herzog-Friedrich-Straße 6a
83278 Traunstein
Bayern
Deutschland
Info/Tickets: Eintritt: 10 EUR. Bitte melden Sie sich für diesen Vortrag an, keine Abendkasse.
Telefonische Ticketbestellung: +49-(0)861-90 97 16 60
06.07.2021 | 19.30 bis 21 Uhr
Dialog | Vortrag

Schon 1902 hatten sich die Brüder Holzer in Traunstein niedergelassen. Hier wuchsen die Kinder auf, gingen zur Schule, waren im Sportverein aktiv. Dass sie Juden waren, spielte keine Rolle. Dann kam der 9. November 1938: Mitten in der Nacht begann der Terror vor ihrem Haus in der Kernstraße, der zur Vertreibung der ganzen Familie führte.

Der Vortrag beleuchtet nicht nur diese Traunsteiner Familiengeschichte, sondern informiert auch über die antisemitische Propaganda, über das Schicksal weiterer jüdischer Bürger*innen im Landkreis sowie über den späteren Umgang mit dieser Geschichte.

Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein
EG, Raum 0.07
Herzog-Friedrich-Straße 6a
83278 Traunstein
Bayern
Deutschland
Info/Tickets: Eintritt: 10 EUR. Bitte melden Sie sich für diesen Vortrag an, keine Abendkasse.
Telefonische Ticketbestellung: +49-(0)861-90 97 16 60