Juden aus Reckendorf: „The Reckendorfer“ (100 Biografien)

Eine Ausstellung und virtuelle Rekonstruktion im oberfränkischen Reckendorf erinnert an 100 ab 1834 in die USA ausgewanderte Jüdinnen*Juden.

„The Reckendorfer“ Jüdinnen*Juden aus Oberfranken bilden seit ihrer Auswanderung in die Neue Welt ab 1834 eine Elite. Männer wie Isaias Hellmann (Wells Fargo Bank) trugen einen wichtigen Teil zur Landesentwicklung bei. Ihre Nachfahren kommen regelmäßig in die alte Heimat, erinnern sich beim Besuch des Judenfriedhofs und ihrer Stammhäuser an die Schlichtheit der eigenen Herkunft. Mit der virtuellen Rekonstruktion von 100 Biografien jüdischer Personen mit Reckendorfer Wurzeln soll das Bewusstsein dafür gestärkt werden, jene Geschichte(n), welche durch die Nationalsozialisten in Vergessenheit geraten sollten, zu bewahren.

 

Bildunterschrift: Ehemalige Synagoge ReckendorfFoto: Evelina Bayerlein
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Veranstalter

Gemeinde Reckendorf
Haus der Kultur - Ehemalige Synagoge
Bahnhofstraße 20
96182 Reckendorf
Deutschland
Telefonnummer Zentrale: +49-(0)9544-203 07
Telefonnummer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: +49-(0)170-560 84 53

Veranstaltungen

01.07.2021 | 10 bis 18 Uhr
Ausstellung | Geschichte

Von Mitte Juli bis Ende Dezember 2021 wird im Hauptraum der „Ehemaligen Synagoge – Haus der Kultur“ eine Medienstation aufgestellt. Dort werden über dem historischen Ortsplan von Reckendorf die ehemaligen jüdischen Häuser farbig hervorgehoben und mit 100 Biografien von Persönlichkeiten verlinkt, die ihre Wurzeln in dem fränkischen Ort hatten.

Innovativ und sehenswürdig soll eine virtuelle Rekonstruktion des Altorts auf dem Bildschirm entstehen. In der Genisa-Ausstellung kann die „Jüdische Kinderhose“ einer der vor Kurzem frisch gekürten „100 Heimatschätze“ im Freistaat Bayern besichtigt werden.

Haus der Kultur, ehemalige Synagoge
Saal Erdgeschoss
Ahornweg 2
96182 Reckendorf
Bayern
Deutschland
Link zur Veranstaltung: https://www.reckendorf.de
Eintritt frei
Barrierefreier Zugang
19.07. bis 31.12.2021
Ausstellung | Geschichte
Ehemalige Synagoge Reckendorf
Ahornweg 2
96182 Reckendorf
Bayern
Deutschland
Öffnungszeiten: Jeden ersten Sonntag im Monat 14 bis 16 Uhr. Weitere regelmäßige Öffnungszeiten werden bekannt gegeben. Führungen nach Anmeldung unter der E-Mail: heimatpfleger@reckendorf.de
Eintritt frei
19.06. bis 31.12.2021 | 7 bis 0 Uhr
Ausstellung | Geschichte

Im oberfränkischen Reckendorf waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung Jüdinnen*Juden. Zeugnisse dieser Geschichte lassen sich heute überall im Ortsbild von Reckendorf finden. Kommen Sie mit auf einen Rundweg durch den Altort und entdecken Sie diese.

Der Rundweg wurde im Rahmen des Festjahres #2021JLID – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland erarbeitet und trägt dem gebotenen gewissenhaften Umgang mit diesem kulturellen Erbe Rechnung.

Ortsgebiet Reckendorf
Hauptstraße
96182 Reckendorf
Bayern
Deutschland
12.09.2021 | 11 bis 12 Uhr
Dialog | Podiumsgespräch

Das Ensemble Canzonetta Dalett mit den Musikerinnen Monika Tschuschke (Gesang), Annette Wehnert (Barockvioline), Maria S. Becker (Blockflöten) und Heike ter Stal (Theorbe) spielt weltliche und religiöse Stücke des jüdischen Barockkomponisten Salomone Rossi (1570 bis ca. 1630). In einem Redebeitrag wird verdeutlicht, was es bedeutet, als Jüdin*Jude heute in Deutschland zu leben. Dazu wird mit den Zuhörenden ins Gespräch gekommen.

Mit einer musikalischen Einführung von Maria S. Becker und einem Textbeitrag von Tina Betz.

Bildunterschrift: Synagoge ReckendorfFoto: Evelina Bayerlein
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Haus der Kultur, ehemalige Synagoge
Saal Erdgeschoss
Ahornweg 2
96182 Reckendorf
Bayern
Deutschland
Info/Tickets: Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Eintritt frei
Barrierefreier Zugang