Zwischen den Stühlen

Die Leipziger Ausstellung „Zwischen den Stühlen“ zeigt anschaulich, wie schwierig Zugehörigkeit in Zeiten fehlender Achtsamkeit und Akzeptanz sein kann.

Die Ausstellung „Zwischen den Stühlen“ greift das sensible Thema des Konfessionswechsels vom Judentum zum Christentum im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert auf. Eine zu prüfende Hypothese könnte lauten, dass die Hinwendung zum Christentum in jener Zeit häufig nicht religiösen Motiven entsprang, sondern als ein notwendiger Schritt der Annäherung an die deutsche Kultur angesehen wurde. Es geht nicht darum, eine Bewertung vorzunehmen, sondern vielmehr auf Basis der zusammengetragenen historischen Fakten zu zeigen, dass ein solcher Schritt auf der Grundlage eines ungerechten, ausgrenzenden, die persönlichen Freiheiten einschränkenden Lebensumfeldes erfolgt ist.

„Zwischen den Stühlen“ thematisiert die jüdische Emanzipation, entwirft ein Zeitbild der Jahrhundertwende um 1900 und geht am prominenten Beispiel der Familie Mendelssohn der Frage nach, weshalb sich gerade in jener Zeit der allmählichen gesellschaftlichen Öffnung und der Aussicht auf Gleichstellung der Jüdinnen*Juden die Glaubensübertritte zum Christentum häuften.

Bildunterschrift: Drei Generationen der Familie MendelssohnFoto: Mendelssohn-Haus Leipzig
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Veranstalter

Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung
Mendelssohn-Haus Leipzig
Goldschmidtstraße 12
04103 Leipzig
Deutschland
Telefonnummer Zentrale: +49-(0)3419-62 88 20
Telefonnummer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: +49 (0)3419-628 82 12

Veranstaltungen

30.10.2021 bis 30.04.2022
Ausstellung | Geschichte
Mendelssohn-Haus Leipzig
Kabinett im Gartenhaus
Goldschmidtstraße 12
04103 Leipzig
Sachsen
Deutschland
Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 18 Uhr
Link zur Veranstaltung: https://www.mendelssohn-stiftung.de
Eintritt frei
Barrierefreier Zugang