Facetten jüdischen Lebens in Deutschland: Kunst, Kultur, Wissenschaft

Ausstellung "Je suis Européen"

Bildunterschrift: Das Haus der Universität in DüsseldorfFoto: Sigurd Steinprinz
Download

Veranstalter

Haus der Universität
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Deutschland
Telefonnummer Zentrale: +49 211 8110345
Telefonnummer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: +49 211 8110333
E-Mail-Adresse: hdu@hhu.de

Veranstaltungen

13.10. bis 17.12.2021 | 10 bis 18 Uhr
Ausstellung | Kunst

Mit dem Selbstbekenntnis „Ich bin Europäer“ zeigt der israelisch-deutsche Künstler Youval Yariv die Relevanz der europäischen Idee. Porträts großer europäischer Köpfe, die unseren Wertekanon maßgeblich geprägt haben, stehen Werken mit gesichtslosen Rednerpulten als Symbol für die Macht der Rhetorik gegenüber – aktueller denn je in Zeiten von Fake News, antieuropäischer und rechter Ideologien. Bemerkenswert ist, dass knapp die Hälfte der Porträtierten Jüdinnen und Juden sind, die trotz Rassenwahn und Verfolgung Bedeutendes zum Werden Europas beigetragen haben. Ausstellungseröffnung: 12.10.2021, 19.00 Uhr.

Bildunterschrift: Youval Yariv, Heinrich Heine, 2017-18, Acryl auf Leinwand, 60 x 80 cm, Foto: Arne HoubenFoto: Youval Yariv
Download
Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Link zur Veranstaltung: https://www.hdu.hhu.de/
Eintritt frei
12.10.2021 | 19 bis 21 Uhr
Dialog | Podiumsgespräch

Mit rund 7000 Mitgliedern ist Düsseldorf eine der größten jüdischen Gemeinden Deutschlands. Doch was wissen die Menschen hier überhaupt über ihre jüdischen Nachbar*innen? Wie sichtbar sind jüdische Geschichte, Religion und Kultur? Und wie können wir jüdisches Leben in Geschichte und Gegenwart unseres Landes noch sichtbarer machen? Das diskutieren Prof. Dr. Marion Aptroot, Institut für Jüdische Studien der Heinrich-Heine-Universität, Anna Schlieck, Leiterin Bildungsarbeit, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und Alex Bondarenko, Sprecher des jüdischen Jugend- und Studentenverbands Nordrhein.

Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Link zur Veranstaltung: https://www.hdu.hhu.de/
Eintritt frei
13.10.2021 | 19 bis 20.15 Uhr
Dialog | Vortrag

Auf Grund der sozialen Sonderstellung der Juden entstehen im Laufe ihrer Geschichte in Deutschland ganz unterschiedliche jüdische Sprachen. Neben den jiddischen Dialekten entstehen spezielle Sprachen für den Vieh- und Pferdehandel und eigene Aussprachevarianten des Hebräischen, die im Deutschen (sowohl von Juden als auch Nicht-Juden) in Relikten erhalten geblieben sind. Der Vortrag vermittelt einen Überblick über die dynamische Sprachsituation der jüdischen Bevölkerung im deutschsprachigen Raum und bettet diese ein in den Kontext jüdischer Diasporasprachen.

Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Link zur Veranstaltung: https://www.hdu.hhu.de/
Eintritt frei
19.10.2021 | 19 bis 20.15 Uhr
Dialog | Vortrag

Seit dem Hochmittelalter haben Juden im deutschsprachigen Raum Jiddisch gesprochen, geschrieben und gedruckt. Nachdem die meisten von Ihnen zum Deutschen als Umgangssprache gewechselt hatten, brachten Juden aus Osteuropa die Sprache erneut mit. So erlebte das Jiddische in der Zwischenkriegszeit eine kurze Wiederbelebung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden durch und für jiddischsprachige Displaced Persons in der amerikanischen Zone jiddische Zeitungen, Lehrmaterialien und literarische Werke gedruckt und politische Propaganda betrieben. Der Vortrag bietet einen Überblick über diese Entwicklungen.

Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Link zur Veranstaltung: https://www.hdu.hhu.de/
Eintritt frei
26.10.2021 | 19 bis 20.15 Uhr
Dialog | Vortrag

Der Jalkut Schimoni ist ein hebräischer Bibelkommentar, der in das 13. Jh. datiert wird, erstmalig aber 1521 erschien und einen Bibelkommentar in hebräischer Sprache zur gesamten hebräischen Bibel bietet. Wie schwierig es aber im Mittelalter gewesen sein musste, ein solches Werk zu verfassen, ist heute kaum vorstellbar. Wo fand der Gelehrte seine Bücher? Worauf schrieb er seine Exzerpte? Ist das monumentale Wert wirklich nur einem Verfasser, Schimon ha-Darschan (Pediger oder Bibelausleger), zuzuordnen? Diese und weitere Fragen werden im Vortrag diskutiert.

Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Link zur Veranstaltung: https://www.hdu.hhu.de/
Eintritt frei