Facetten jüdischen Lebens in Deutschland: Kunst, Kultur, Wissenschaft

Im Haus der Universität der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wird zur reichen Tradition jüdischen Lebens in Deutschland ein vielfältiges Programm geboten.

Im Rahmen des Festjahres #2021JLID – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland bietet das Haus der Universität der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ein vielseitiges Programm mit Positionen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft. Als Haus für die Wissenschaft in der Öffentlichkeit möchte es zum Verständnis der langen und reichen Tradition jüdischen Lebens in Deutschland beitragen. Ganz besonders soll der Einfluss der in Deutschland lebenden Jüdinnen*Juden an der Entwicklung unserer heutigen Gesellschaft und Kultur gewürdigt werden.

Die Veranstaltungen sind kostenfrei und für alle Interessierten zugänglich.

Bildunterschrift: Youval Yariv, Heinrich Heine, 2017-18, Acryl auf Leinwand, 60 x 80 cmFoto: Arne Houben
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Veranstalter

Haus der Universität
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Deutschland
Telefonnummer Zentrale: +49-(0)211-811 03 45
Telefonnummer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: +49-(0)211-811 03 33
E-Mail-Adresse: hdu@hhu.de

Veranstaltungen

12.10. bis 17.12.2021
Ausstellung | Kunst

Mit dem Selbstbekenntnis „Ich bin Europäer“ zeigt der in Düsseldorf lebende israelische Künstler Youval Yariv die Relevanz der europäischen Idee. Porträts großer Europäer*innen, die unseren Wertekanon maßgeblich geprägt haben, begegnen Werken mit gesichtslosen Rednerpulten als Symbol für die Macht der Rhetorik – aktueller denn je in Zeiten von Fake News, antieuropäischer und rechter Ideologien.

Bemerkenswert ist, dass die Hälfte der Porträtierten Jüdinnen und Juden sind, die trotz Rassenwahn und Verfolgung Bedeutendes zur Entwicklung Europas beigetragen haben.

Die Vernissage findet am 12.10.2021 um 18.30 Uhr statt.

Bildunterschrift: Youval Yariv, Heinrich Heine, 2017-18, Acryl auf Leinwand, 60 x 80 cm Foto: Arne Houben
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Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr
Info/Tickets: Der Eintritt ist frei. Abhängig von der Pandemielage kann eine vorherige Anmeldung erforderlich sein.
Link zur Veranstaltung: https://www.hdu.hhu.de
Eintritt frei
Barrierefreier Zugang
Induktive Höranlage für Gehörlose
12.10.2021 | 19.30 bis 20.30 Uhr
Dialog | Podiumsgespräch

Mit rund 7.000 Mitgliedern ist Düsseldorf eine der größten jüdischen Gemeinden Deutschlands. Doch was wissen die Menschen hier überhaupt über ihre jüdischen Nachbarn? Wie sichtbar sind jüdische Geschichte, Religion und Kultur? Wie können wir jüdisches Leben in Geschichte und Gegenwart unseres Landes noch sichtbarer machen?

Das diskutieren Prof. Dr. Marion Aptroot, Institut für Jüdische Studien der Heinrich-Heine-Universität, Anna Schlieck, Leiterin Bildungsarbeit, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, und Alex Bondarenko, Sprecher des jüdischen Jugend- und Studentenverbands Nordrhein.

Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Info/Tickets: Der Eintritt ist frei. Abhängig von der Pandemielage kann eine vorherige Anmeldung erforderlich sein.
Eintritt frei
Barrierefreier Zugang
Induktive Höranlage für Gehörlose
13.10.2021 | 19 bis 20.15 Uhr
Dialog | Vortrag

Aufgrund der sozialen Sonderstellung der Jüdinnen*Juden entstehen im Laufe der Geschichte in Deutschland ganz unterschiedliche jüdische Sprachen. Neben den jiddischen Dialekten entwickeln sich spezielle Sprachen für den Vieh- und Pferdehandel und eigene Aussprachevarianten des Hebräischen, die im Deutschen – sowohl durch Jüdinnen*Juden als auch durch Nichtjüdinnen*juden – in Relikten erhalten geblieben sind.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die dynamische Sprachsituation der jüdischen Bevölkerung im deutschsprachigen Raum und bettet diese ein in den Kontext jüdischer Diasporasprachen.

Bildunterschrift: Das Haus der Universität in Düsseldorf, Foto: Sigurd SteinprinzFoto: Haus der Universität
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Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Info/Tickets: Der Eintritt ist frei. Abhängig von der Pandemielage kann eine vorherige Anmeldung erforderlich sein.
Eintritt frei
Barrierefreier Zugang
Induktive Höranlage für Gehörlose
19.10.2021 | 19 bis 20.15 Uhr
Dialog | Vortrag

Seit dem Hochmittelalter haben Jüdinnen*Juden im deutschsprachigen Raum Jiddisch gesprochen, geschrieben und gedruckt. Nachdem die meisten von ihnen zum Deutschen als Umgangssprache gewechselt hatten, brachten Jüdinnen*Juden aus Osteuropa die Sprache erneut mit. So erlebte das Jiddische in der Zwischenkriegszeit eine kurze Wiederbelebung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden durch und für jiddischsprachige Displaced Persons in der amerikanischen Zone jiddische Zeitungen, Lehrmaterialien und literarische Werke gedruckt und politische Propaganda betrieben.

Der Vortrag gibt einen Einblick in diese Entwicklungen.

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Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Info/Tickets: Der Eintritt ist frei. Abhängig von der Pandemielage kann eine vorherige Anmeldung erforderlich sein.
Eintritt frei
Barrierefreier Zugang
Induktive Höranlage für Gehörlose
26.10.2021 | 19 bis 20.15 Uhr
Dialog | Vortrag

Der Jalkut Schimoni ist ein hebräischer Bibelkommentar, der in das 13. Jahrhundert datiert wird, erstmalig aber 1521 erschien und einen Kommentar in hebräischer Sprache zur gesamten hebräischen Bibel umfasst. Wie schwierig es aber im Mittelalter gewesen sein muss, ein solches Werk zu verfassen, ist heute kaum vorstellbar.

Wo fand der Gelehrte seine Bücher? Worauf schrieb er seine Exzerpte? Ist das monumentale Werk wirklich nur einem Verfasser, Schimon ha-Darschan – Prediger oder Bibelausleger – zuzuordnen? Diese und weitere Fragen werden im Vortrag diskutiert.

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Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf
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Info/Tickets: Der Eintritt ist frei. Abhängig von der Pandemielage kann eine vorherige Anmeldung erforderlich sein.
Eintritt frei
Barrierefreier Zugang
Induktive Höranlage für Gehörlose
12.10.2021 | 18.30 bis 21.30 Uhr
Ausstellung | Kunst

Mit dem Selbstbekenntnis „Ich bin Europäer“ zeigt der in Düsseldorf lebende israelische Künstler Youval Yariv die Relevanz der europäischen Idee. Porträts großer Europäer*innen, die unseren Wertekanon maßgeblich geprägt haben, begegnen Werken mit gesichtslosen Rednerpulten als Symbol für die Macht der Rhetorik – aktueller denn je in Zeiten von Fake News, antieuropäischer und rechter Ideologien.

Bemerkenswert ist, dass die Hälfte der Porträtierten Jüdinnen und Juden sind, die trotz Rassenwahn und Verfolgung Bedeutendes zur Entwicklung Europas beigetragen haben.

Die Vernissage findet am 12.10.2021 um 18.30 Uhr statt.

Bildunterschrift: Youval Yariv, Heinrich Heine, 2017-18, Acryl auf Leinwand, 60 x 80 cm Foto: Arne Houben
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Induktive Höranlage für Gehörlose